So werden die natürlichen Abwehrkräfte des Körpers beispielsweise reich an Blasen- und Ohrenentzündungen von alleine fertig – ohne die Hilfe von Antibiotika. Auch gentechnisch produzierte antimikrobielle Chemotherapeutika werden als Antibiotika bezeichnet. Der Verdacht auf Vorliegen einer PSSD kann durch Abchecken der beobachteten Symptome erhärtet oder verworfen werden. In dieser Arbeit benutzen wir den Begriff „sexuelles Problem“, wenn Auffälligkeiten oder Schwierigkeiten für einer der sexuellen Funktion beschrieben werden. Selbst nach dem Absetzen der Präparate bleibt der Effekt oft für Monate oder Jahre bestehen.

Eine PSSD kann nach Beendigung der SSRI-Einnahme noch Jahre anhalten, oder sogar dauerhaft verbleiben. Ein aktueller Review (2018) der vorhandenen Literatur kommt zu dem Schluss, dass weitere Studien notwendig sind, circa genaue Pathophysiologie der PSSD zu erforschen. Knapp Behandlung einer SSRI-bedingten sexuellen Dysfunktion sollte eine umfassende Nachsorgebehandlung anschließen, da zahlreiche psychische und körperliche Folgen aus der SSRI-bedingten sexuellen Dysfuktion resultieren können. Grob tritt eine reduzierte sensorische Empfindsamkeit im Genitalbereich auf, die von verminderter sexueller Erregbarkeit und einer eingeschränkten Libido begleitet wird. Sexuelle Dysfunktionen haben zahlreiche Gesichter: die Libido ist stark verringert, beim Geschlechtsverkehr treten Schmerzen auf, und der Orgasmus kann inkorrekt erlebt werden. In einer Studie wurde untersucht, ob vermittelst von Sildenafil therapieinduzierte sexuelle Dysfunktionen verbessert werden können. Es liegen zur Zeit (2018) keine zuverlässigen Zahlenangaben zur Prävalenz der PSSD vor. Die Prävalenz eines oder mehrerer sexueller Probleme die letzte zeit mindestens zwölf Monaten lag für Männer bei 33,4 %, für Frauen bei 45,7 % (Tabelle 1). 80,4 % der Männer und 72,1 % der Frauen waren in der letzten Zeit zwölf Monaten sexuell aktiv gewesen. In GeSiD wurden Probleme und Dysfunktionen für mit vermindertem sexuellen Verlangen und sexueller Erregung bei Frauen gemäß der ICD-11-Konzeption anders als in Natsal-3 getrennt voneinander erfasst und mit diesem Vorgehen deutlich häufiger berichtet.

Briken P, Matthiesen S, Pietras L, Wiessner C, Klein V, Reed GM, Dekker A: Estimating the prevalence of sexual dysfunction using the new ICD-11 guidelines-results of the first representative, population-based German Health and Sexuality Survey (GeSiD). Adversativ Natsal-3 wurden in GeSiD auch die Befragten, die zuletzt nicht partnerschaftlich, sondern beispielsweise bei der Masturbation sexuell aktiv waren, eingeschlossen. Von denjenigen, die in der letzten Zeit zwölf Monaten sexuell nicht mit einer anderen Person aktiv waren, waren 69,7 % der Männer und 47,7 % der Frauen autoerotisch aktiv. Die ersten Anzeichen einer Impotenz können ziemlich früh festgestellt werden. Das Ausmaß der Depression blieb in beiden Gruppen konstant und änderte sich nicht mit einer verbesserten Qualität des Sexuallebens. 45 Patienten wurden der Verumgruppe zugeteilt, 45 der Vergleichsgruppe; Art und Ausmaß der sexuellen Störungen war in beiden Gruppen vergleichbar. Prof. Briken war Berater der WHO von wegen die Klassifizierung sexueller Störungen in der ICD-11. Bisher gibt es weder für Deutschland noch international Prävalenzschätzungen für die nach ICD-11 klassifizierten sexuellen Dysfunktionen in der Allgemeinbevölkerung.

Außerdem können Aussagen über die Spezifizierungen gemäß der ICD-11 gemacht werden. Dennoch gehören solche Aussagen leider zum Alltag in vielen sozialen Netzwerken. Viele im Internet angebotene Mittel gegen Erektionsschwäche zeigen leider nicht die erwünschten Wirkungen. Hier hat sich die Klopfakupressur EFT (Emotional Freedom Techniques) als eine gute Selbsthilfemaßnahme gegen Angst und/oder Panikattacken bewährt. Gegen Scheidentrockenheit können der Einsatz von speziellen Feuchtigkeitscremes sowie von Gleitmittel von Nutzen sein. Für diese Diagnose müssen drei von sechs möglichen Symptomen erfüllt sein. Dennoch vertraute sich nur jede fünfte Diabetikerin und 50 Prozent Diabetiker einem Arzt an – das Thema scheint schließlich mit einem gewissen Tabu behaftet zu wenig bringen. Vor allem bei älteren Frauen kann die zu reichliche Anwendung des männlichen Geschlechtshormons zum gewissen Grad der Vermännlichung führen. Die Zugabe von geringen Mengen des männlichen Geschlechtshormons Testosteron wurde in einigen Studien getestet, die Wirkung ist jedoch nur gering. Daten für die einzelnen Störungsbilder entsprechen allerdings den Prävalenzbereichen anderer Studien (20). Bei Männern sind vorzeitige Ejakulation und erektile Dysfunktion die häufigsten sexuellen Funktionsstörungen, Frauen leiden am häufigsten unter einer Dysfunktion des sexuellen Verlangens und der sexuellen Erregung. Zu ähnlichen Ergebnissen kamen zwei weitere randomisierte, doppelblinde und plazebokontrollierte Studien mit 179 bzw. 212 männlichen Patienten.

Von newsadmr