Haarausfall ist stets ein Symptom, dem durch eine exakte Diagnose auf den Grund gegangen werden muss. Frauen sind selten mit einer kompletten Glatze geplagt. Die Lymphozyten produzieren Zytokine, die für eine zelluläre Immunreaktion vom TH1-Typ charakteristisch sind: Interferon-g, Interleukin-1b und Interleukin-2. „Bei dieser Erkrankung beeinträchtigt der rasche Haarverlust, der nur einzelne Bereiche erfasst oder auch die gesamte Kopfhaut (Alopecia totalis), das körperliche, seelische und soziale Wohlbefinden in erheblichem Maße.“ Denn bei einem Großteil der Patienten fehlen 30 Prozent und mehr der Kopfhaare. Extremformen sind die Alopecia areata totalis mit völliger Haarlosigkeit des Kapillitiums und die Alopecia areata universalis, bei der sämtliche Körperhaare fehlen. Bei manchen kommt es sogar zum völligen Haarverlust, auch der übrigen Körperhaare wie Barthaare, Augenbrauen und Wimpern (Alopecia universalis). Sehr eine Million Menschen in Deutschland leiden am kreisrunden Haarausfall (Alopecia areata ). Sie ist durch an der Wurzel verhornte Kolbenhaare geprägt, die noch für zwei bis Weile atomar Haarfollikel ohne Stoffwechselaktivität stecken. Bei einer starken Chemotherapie können alle metabolisch aktiven Haarfollikel im Anagenstadium, also etwa 80 Prozent der Kopfhaare, so intensiv geschädigt werden, dass die Haare nach etwa zwei bis vier Wochen in der Wurzel abbrechen.

So ist exemplarisch Haarausfall zwei bis Zeitrahmen nach einer intravenösen Therapie mit Heparin zur Thromboseprophylaxe keine Seltenheit. Die Wirksamkeit von Finasterid bei der androgenetischen Alopezie des Mannes wurde in einer zunächst zweijährigen Multicenter-Studie an 1553 Männern zwischen 18 und 41 Jahren (21) belegt. Das gesamte Anagen dauert zwei bis zehn, meist drei bis sechs Jahre. Viele Patienten können dann langjährig erscheinungsfrei bleiben. Mittels DCP läßt sich bei etwa der Hälfte der Patienten ein Wiederwachstum der Haare selbst nach jahrelanger Haarlosigkeit erreichen. Auch psychische Belastungen scheiden bei den meisten Patienten als Ursache aus. Bei den meisten Plazebo-Probanden kam es innerhalb der fünf Studienjahre zum sichtbaren Fortschreiten der Haarlichtung. Diese Form des Haarverlustes heilt der Körper in den meisten nach unbestimmter Zeit selbst. In Deutschland leiden über eine Million Menschen an dieser Form des Haarverlustes. Typisch für die erbliche Form des Haar­ausfalls! Es hemmt jenes Testo­steron-Umwandlungsprodukt, das der Auslöser des erblich bedingten Haar­ausfalls ist.

Seither wird Minoxidil umso mehr zur Behandlung des erblich bedingten Effluviums eingesetzt. Nichtsahnend können täglich auch über etwa Zeitabschnitt Kortikosteroid-Cremes oder -Lösungen (Beispiel: Celestan V®, Betnesol V®, Diprosone®) aufgebracht werden, da es am Kapillitium nicht oder zumindest sehr spät zu Kortikosteroid-Nebenwirkungen kommt. Hilfreich ist die tägliche Kopfwäsche mit keimvermindernden Schampoos (Beispiel: Stieproxal®, Kertyol® oder Sebiprox®). Relativ häufig sind atrophisierende und entzündlich-vernarbende Alopezien wie der chronisch diskoide Lupus erythematodes oder der Lichen ruber der Kopfhaut. Vernarbende Alopezien sind eine heterogene Gruppe von Erkrankungen unterschiedlicher Ätiologie (9, 11). Ihre Behandlung ist äußerst schwierig und langwierig. Verursacht wird der Haarverlust durchs kontinuierliche Schrumpfen der Kopfhaarwurzeln, die überempfindlich aufs männliche Geschlechtshormon Dihydrotestosteron, das zur Gruppe der Androgene gehört, reagieren. Der zufall wollte wurde herausgefunden, dass der Wirkstoff (Minoxidil) eines Medikamentes zur Blutdrucksenkung positiv auf Haarverlust auswirkt.

In Wirklichkeit nicht erinnert der Haarverlust an eine androgenetische Alopezie des Mannes. Zusammenfassend können sowohl der Einsatz von Finasterid als auch der von Minoxidil als effektiv und sicher in der Behandlung der androgenetischen Alopezie des Mannes bezeichnet werden. Wie sich Minoxidil tatsächlich auf unser Haarwachstum auswirkt ist abschließend bislang nicht geklärt. Minoxidil als Lösung oder Schaum ist meist in 2- oder 5-prozentiger Form erhältlich. Die Lösung muß zweimal täglich angewendet werden. Auf diesen Zeitraum sollte die Anamnese fokussiert werden. Die Differenzialdiagnose kann nicht nur die Anamnese und die Aktivitätsbeurteilung durch das Trichogramm, sondern auch die Bestimmung von Eisen, Ferritin, thyreoidastimulierendem Hormon (TSH), Thyroxin (T4) oder der Treponema-pallidum-Hämagglutination (TPHA) erforderlich machen. Dauerhaft anwenden müssten Frauen auch Alphatradiol, ein östrogen­ähnliches Hormon. Unserer Erfahrung nach kommt es bei etwa der Hälfte der behandelten Frauen zu sichtbaren Verdichtungen der Kopfhaare zumeist um eine Ludwig-Stufe. Die passiven und aktiven Übungen fördern auch die Durchblutung des Muskel- und Bindegewebes und helfen dabei, die Kiefer koordinierter zu bewegen.

Von newsadmr